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Mycoplasmen Impfung
Neueste Studienergebnisse aus der Klinik für Schweine der Universität München
VersuchsaufbauIn dieser Studie wurde die Impfung vom Pfizer-Einmalimpfstoff zu verschiedenen Impfzeitpunkten im Vergleich zur Zweimalimpfung und einer ungeimpfter Kontrollgruppe an insgesamt 1500 Ferkeln in einem Betrieb in Süddeutschland untersucht. Die Impfung am 4. Tag erfolgte zeitgleich mit der "Eisenspritze" und Kastration.
| Impfung 1. Lebenswoche 4. Tag (±1) |
Impfung 4. Lebenswoche 26. Tag (±2) |
Impfung Mastbeginn 90. Tag (±10) |
|
|---|---|---|---|
| Versuchsgruppe 1 | Pfizer-Einmalimpfstoff | ||
| Versuchsgruppe 2 | Pfizer-Einmalimpfstoff | ||
| Versuchsgruppe 3 | Pfizer-Zweimalimpfstoff | Pfizer-Zweimalimpfstoff | |
| Versuchsgruppe 4 |
Pfizer-Einmalimpfstoff | ||
| Versuchsgruppe 5 | - | - | - |
Mastleistung

a,b,c: p < 0,05
Quelle: modifiziert nach K. Heinritzi: Proven capability of RespiSure® for M. hyo vaccination of young pigs, Pfizer Symposium, 18th IPVS Congress, Germany, 2004
Lungenläsionen

a,b: p < 0,001
Quelle: Lilie, K. et al.: Field study on the effect of the early single dose mycoplasma hyopneumoniae vaccination in a naturally infected herd. Proceedings of the 18th IPVS congress, Germany, 2004 Vol. 1a
Die frühe Impfung mit dem Pfizer-Einmalimpfstoff ...- ... erzielte die höchsten Tageszunahmen von 741 g/Tag.
- ... erzielte identische Lungengesundheit wie die anderen Impfprogramme.
- ... war sehr gut verträglich.
- Arbeitsersparnis durch Kombination mit Routinemaßnahmen.

Quelle: BioCheck, Leipzig 2004, persönliche Mitteilung
- In 86% der untersuchten Betriebe infizierten sich Saugferkel in den ersten 4 Lebenswochen mit Mykoplasmen.
- Die Diagnose der frühen Infektion mit M. hyopneumoniae setzt sich zusammen aus der Untersuchung von Nasentupferproben, Serologie und klinischer Symptomatik.
Einziger Einmalimpfstoff, der für die Impfung von serologisch positiven
Ferkeln ab der 1.Lebenswoche geprüft und zugelassen ist. - Mind. 5-facher Antigengehalt im Vergleich zum Pfizer-Zweimalimpfstoff um die Barriere der maternalen Antikörper zu durchbrechen.
- Patentierte Adjuvanz-Technologie stimuliert das Immunsystem junger Ferkel schnell und langanhaltend.
Die
Zulassung vom Pfizer-Einmalimpfstoff zur Impfung
ab der 1. Lebenswoche mit mind. 25 Wochen Schutz hat wesentlich zur Marktführerschaft beigetragen.
Die Ferkel infizieren sich meist in den ersten Lebenstagen über ihre Mütter. Schön wäre, wenn diese Infektion durch eine Muttertierimpfung verhindert werden könnte. Derartige Versuche sind mit negativem Ergebnis durchgeführt worden. Als richtig hat sich die frühe Impfung ab der 1. Lebenswoche erwiesen. Auch für die Mykoplasmen Impfung gilt, dass nur gesunde Tiere geimpft werden dürfen. Ferkel mit Coli-Durchfällen sind krank, eine Impfung dieser Tiere darf also nicht erfolgen. Betriebe mit Durchfallproblematik sollten den Impfzeitpunkt vorverlegen oder warten, bis der Durchfall erfolgreich behandelt wurde. In der Praxis hat sich die gemeinsame Gabe von Eisenpräparaten zeitgleich mit der Mykoplasmen Impfung durchgesetzt. Jedoch darf auf keinen Fall der Impfstoff zusammen mit dem Eisen in einer "Mischspritze" gegeben werden. Beide Verabreichungen sollten unbedingt ortsgetrennt erfolgen.
Selbst impfen?
In vielen Regionen wird der Mykoplasmen Impfstoff von den Tierärzten an die Tierhalter abgegeben. Dies ist nur statthaft, wenn ein Antrag des Tierhalters zur Ausnahme nach Impfstoffverordnung vom Kreis bzw. von der Bezirksregierung positiv beschieden wurde. Eine solche Ausnahmegenehmigung wird nicht von allen Behörden ausgestellt, und sie ist, wenn sie denn erteilt wird, an hohe Auflagen gebunden. Dies ist richtig, in der Regel sollte die Impfung Aufgabe des Tierarztes sein. Der Fachmann weiß, was ein Impfstoff ist und was nach dessen korrekter Applikation im Tier abläuft. Sofern Impfstoffe ohne behördliche Genehmigung abgegeben werden, handelt es sich um illegales Tun, das bestraft werden kann. Der Tierarzt kann eventuell seine Approbation verlieren, der Tierhalter wegen einer Ordnungswidrigkeit zur Rechenschaft gezogen werden. Setzen Sie Ihren Tierarzt also nicht unter Druck, wenn er sich weigert, Impfstoffe abzugeben!

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