Inhalt

Handhabung der Impfstoffe

Ein Impfstoff ist ein sehr empfindliches Mittel

Die Qualität des Impfstoffes zur Zeit der Anwendung bestimmt im entscheidenden Maße den Ausgang der Impfung. Die sachgerechte kühle und dunkle Lagerung in einem funktionstüchtigen und gut gewarteten Kühlschrank (zwischen +2 und +8 °C) und die fachlich richtige Aufbereitung des Impfstoffes müssen sichergestellt sein. Ungeeigneter KühlschrankFalsch gelagerte oder nachträglich verunreinigte Impfstoffe können nicht nur zu Unverträglichkeitsreaktionen bei den geimpften Tieren führen, sondern sogar zur absoluten Unwirksamkeit der Impfung.

Ein Kühlschrank dürfte es schon sein, nur sollte er nicht wie dieses Exemplar völlig überladen und zudem auch noch total vereist sein. Dies ist dann auch keine korrekte Lagerung eines Impfstoffes.

Angebrochene Behältnisse sind schnellstmöglich zu verbrauchen. Verunreinigte FlascheIn ein Behältnis gelangende Bakterien (die z. B. mit der Impfnadel eingebracht worden sind), führen neben anderen Verunreinigungen schnell zu Wirksamkeitsverlusten. Ebenso fraglich ist die Entnahme aus Flaschen, deren Gummistopfen, wie in der nebenstehenden Abbildung dargestellt, verunreinigt sind.

Die ausschließliche Verwendung eines sauberen Impfinstrumentariums sollte ebenfalls eine Selbstverständlichkeit sein. Unter praktischen Bedingungen haben sich sowohl die Henke-Ferro-Matic (M91) wie auch die Henke-Uni-Matic bei der Impfstoffapplikation beim Ferkel bewährt (siehe Abbildungen).

Impfinstrumente

Es wird empfohlen, die Flasche mit dem Impfstoff nie senkrecht auf den "Dorn" aufzusetzen, sondern den Gummistopfen immer etwas schräg anzustechen. Auf diese Weise verhindert man zuverlässig das bei senkrechtem Aufsetzen vereinzelt vorkommende Ausstanzen von Gummipartikeln, die dann in den Spritzenmechanismus und in den Impfstoff gelangen können.

Einzelne Impfstoffhersteller bieten auch als einen speziellen Kundenservice Kunststoffspritzen für den Landwirt an (jeweils über den Haustierarzt zu beziehen).

Fachgerechtes ImpfenFür die Impfung sind ausschließlich saubere und sterilisierte Spritzen zu verwenden. Die Injektionskanülen müssen eine für die jeweilige Altersgruppe und den Applikationsort geeignete Größe haben, z. B. für die Mykoplasmen-Impfung der Ferkel:

  • Länge 10 bis 15 mm
  • Durchmesser 18 bis 19 Gauge (1 mm)

Jedes eigenmächtige Herstellen einer Kombination durch Mischen von Einzelimpfstoffen oder anderen Mitteln (Mischspritze) ist unzulässig.