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Erfolgreich impfen
Eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Impfung ist die ordnungsgemäß durchgeführte Applikation!Die praktische Erfahrung aus dem Impfstoffeinsatz hat gezeigt, dass für einen vollen Impferfolg eine gute Zusammenarbeit zwischen dem Landwirt und dem betreuenden Tierarzt zwingend notwendig ist.
Im Zusammenhang mit jeder Impfung müssen stets auch betriebsspezifische
Gegebenheiten und Managementbedingungen im Umfeld der Tiere überprüft
und gegebenenfalls geändert werden. Dies gilt besonders beim Einsatz
von Impfstoffen, die gegen Faktorenerkrankungen (wie z. B. die Enzootische
Pneumonie) oder gegen einzelne ihrer infektiösen Komponenten (Mykoplasmen)
gerichtet sind.
Ein Bestand muss in jedem Fall "impfwürdig" sein, d. h. die Tiere müssen in der Lage sein, auf die Impfung mit einer entsprechenden Immunantwort zu reagieren. Impfstoffe sollten grundsätzlich nur bei gesunden, ausgeruhten Tieren angewendet werden. Diese Forderung ist bei der Impfung von Einzeltieren leicht zu berücksichtigen, kann aber in Massentierhaltungen häufig nur mit Einschränkungen erfüllt werden. Wenn sich z. B. ein Betrieb für die Durchführung einer Impfung als Bestandmaßnahme entschließt, müssen immer alle betroffenen Tiere des Bestandes geimpft werden, um in den Genuss der Schutzwirkung einer geschlossenen Impfdecke zu gelangen. Impflücken können die Wirksamkeit der Impfung entscheidend beeinträchtigen.
Das in der Gebrauchsinformation des jeweiligen Impfstoffes angegebene Mindestimpfalter, d. h. das Lebensalter, in dem die betreffende Tierart geimpft werden darf, ist unbedingt zu beachten.
Eine Impfung besteht meistens nicht aus einer einzigen Applikation. Häufig sind mehrere Applikationen in einer bestimmten zeitlichen Abfolge zu verabreichen. Das heißt, das in der Gebrauchsanweisung vorgegebene Impfschema ist einzuhalten. Dabei sind die genannten Abstände und Intervalle zwischen den einzelnen Impfungen bei der Grund- und ggf. bei der Wiederholungsimmunisierung zum Aufbau einer belastbaren Immunität von großer Bedeutung.
Bei der Impfstoffverabreichung ist neben der korrekten Applikationsart (intramuskulär, subkutan u. a.) auch der richtige Applikationsort (z. B. Nackenmuskulatur) sehr wichtig. Eine Applikation an einem falschen Ort kann infolge der unterschiedlichen Aufnahme der wirksamen Bestandteile eines Impfstoffes an verschiedenen Körperstellen negative Auswirkungen haben.
Die angegebene Dosierung (Mindestimpfdosis) ist unbedingt einzuhalten, da nur für diese Dosierung die Wirksamkeit in entsprechenden Untersuchungen belegt ist. Bei einer Veränderung der Dosierung kann eine Wirksamkeit nicht mehr gewährleistet werden.