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Fachausdrücke


Abgangsrate: Der Prozentsatz beschreibt den Anteil vorzeitig geschlachteter Kühe und Färsen auch Remontierungsrate im Bezug auf die gesamte Herde.


BCS: Die Beurteilung der Körperkondition (engl.: body condition scoring) auf eine Skala von 1 bis 5 dient der Überprüfung des Ernährungszustands der Tiere. Empfehlenswert ist eine regelmäßige Bewertung der Tiere im Zusammenhang mit der Milchkontrolle oder bei Routinetätigkeiten am Tier.


Besamungsindex (BI): Fruchtbarkeitskennzahl, die die Anzahl der Besamungen pro Trächtigkeit darstellt. Die Formel zur Berechnung lautet: BI = Anzahl Besamungen ÷ Anzahl erzielter Trächtigkeiten.


Biestmilch: Erstgemelk der Kuh, das lebenswichtige Schutzstoffe (Antikörper) enthält und bei rechtzeitiger Gabe (in den ersten 2 bis 4 Lebensstunden) die Abwehrkräfte des Kalbes gegen Infektionskrankheiten deutlich verbessert.


Brunstpflaster: Farbpatrone, die Kühen und Färsen während der Besamungszeit auf den Schwanzansatz geklebt wird und durch den Aufsprung anderer Tiere eine Farbänderung anzeigt (Brunsterkennungshilfe).


Brunstsynchronisation: Anwendung von Prostaglandin in Tiergruppen. Das Gewebshormon bewirkt bei Vorhandensein eines Gelbkörpers die Rückbildung desselben mit nachfolgendem Follikelwachstum und Eisprung. Brunstbeobachtung und Besamung finden dann in planbaren Zeiträumen statt.


Freiwillige Wartezeit (FWZ): Anzahl der Tage nach der Kalbung, in der das Tier nicht besamt werden soll (Managemententscheidung).


GnRH: Das Gonadotropin Releasing Hormon (GnRH) regt die Follikelreifung an und löst den Eisprung aus.


Güstzeit (GZ): Fruchtbarkeitskennzahl, die die Anzahl der Tage zwischen Kalbung und erfolgreicher Besamung angibt.


Klauenrehe: Nicht infektiöse Klauenlederhautentzündung im Zusammenhang mit Fütterungsfehlern, nach Schwergeburten oder Krankheiten


Körperkonditionsbeurteilung: Siehe BCS


Kolostrum: Siehe Biestmilch


Labmagenverlagerung: Ein gas- und flüssigkeitsgefüllter Labmagen steigt an der linken oder rechten Bauchwand nach oben. Häufig betroffen sind Kühe kurz nach der Kalbung, die rohfaserarm gefüttert werden.


Muttertierimpfung: Aktive Impfung hochtragenden Kühe und Färsen gegen Rotaviren, Coronaviren und E. coli Bakterien. Muttertiere geben die durch die Impfung entstandenen Antikörper über die Biestmilch an ihre Kälber weiter.


Milchprobe: Hilfsmittel in der Mastitisdiagnostik. Viertelgemelksproben von Kühen mit Mastitis oder kurz vor dem Trockenstellen werden im Labor bakteriologisch untersucht.


Pansenazidose: Überfütterung mit leicht verdaulichen Kohlenhydraten führt zur Übersäuerung des Pansens. Das klinische Bild reicht von einer leichten Verdauungsstörung bis zur Vergiftung.


Pedometer: Elektronischer Schrittzahlmesser, der eine Aktivitätserhöhung der Kuh während der Brunst anzeigt (Brunsterkennungshilfe).


Prostaglandin: Das Gewebshormon bewirkt bei Vorhandensein eines Gelbkörpers die Rückbildung desselben mit nachfolgendem Follikelwachstum und Eisprung.


Rastzeit (RZ): Fruchtbarkeitskennzahl, die die Anzahl der Tage zwischen Kalbung und erster Besamung angibt.


Schalmtest: Einfacher im Stall anwendbarer Zellzahltest zur Bestimmung von subklinischen (nicht sichtbaren) Mastitiden.


Staphylococcus aureus: Ansteckender Mastitiskeim, der vor allem beim Melken übertragen wird und zu periodisch erhöhten Zellzahlen im Gemelk führt.


Zitzenversiegler: Antibiotikafreies Produkt, dass bei eutergesunden Tieren die Zitzen in der Trockenstehzeit versiegelt und somit vor Neuinfektionen schützt