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Richtig Dippen

Dippen oder Sprühen?

Gelstadip* forte kann mittels Sprüh- oder Tauchverfahren an die Zitze verbracht werden. Wichtig ist, dass ausreichend Desinfektionsmittel an die Zitzenhaut gelangt, um die desinfizierende Wirkung zu gewährleisten.

Vorteil des Sprühverfahrens ist, dass keine Verschmutzung des Dipmittels erfolgt. Eine Keimübertragung ist nahezu ausgeschlossen. Von Nachteil ist der höhere Mittelverbrauch, der durch einen breiten Sprühkegel zustande kommt. Angrenzende Körperpartien (Euterboden, auch Bauch- und Schenkelbereich) werden unnötig benetzt. Beim Sprühen muss auch größere Sorgfalt geübt werden, denn der Sprühkegel muss die Zitzen von unten erreichen. Wird von der Seite gesprüht, entstehen Sprühschatten, d. h. die abgewendete Zitzenseite wird nicht desinfiziert.

Automatisierte Sprüheinrichtungen verursachen zum Teil erhebliche Anschaffungs-, Installations- und Wartungskosten.

Dippen ist - richtig durchgeführt - einfacher, billiger und sicherer. Der apparative Aufwand und die Arbeitsbelastung sind gering. Der Dipmittelverbrauch ist begrenzt. Richtig DippenWie wird richtig gedippt?

Der für den Infektionseintritt kritische Bereich muss von Gelstadip* forte benetzt sein. Das sind: Zitzenkuppe mit Strichkanalöffnung plus unteres Zitzendrittel. An der Zitzenkuppe sollte ein Dipmitteltropfen hängen.

Wichtig ist, dass der Rest im Dipbecher nicht "überaltert", weil durch Schmutzbelastung oder Milchreste die Desinfektionswirkung verloren geht und so sogar eine Keimübertragung mit dem Dippen möglich sein könnte. Deshalb sollten nicht mehr als 30 Kühe mit der Füllung eines Zitzentauchbechers gedippt werden.

Eventuell noch im Tauchbecher befindliche Reste sollen bei jedem Nachfüllen verworfen werden. Der Dipbecher ist anschließend zu reinigen.

Welche Dipbecher soll man verwenden?

NON-RETURN-BECHERDas Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) fordert, nicht mehr als 30 Kühe mit einer Tauchbecherfüllung zu dippen. Die Anwesenheit organischer Substanzen (Milchreste etc.) kann die Verfügbarkeit von Jod herabsetzen (Jodzehrung) und zu einer Verringerung der Wirksamkeit führen. Ein Verschleppen von Erregern wird so zusätzlich verhindert.

Der so genannte NON-RETURN-BECHER von Gelstadip* forte verhindert, dass bereits "gebrauchte" Diplösung aus dem Tauchbecher wieder in die Vorratsflasche zurückfließen kann. Somit steht immer hochwirksame Desinfektionslösung zur Verfügung, ein Verschleppen von Erregern wird so zusätzlich verhindert.

Grundsätzlich sollte auch der NON-RETURN-BECHER einmal in der Woche gründlich gereinigt und mit frischer Desinfektionslösung aufgefüllt werden.

Wie oft sollte mit Gelstadip* forte gedippt werden?

Das gelegentliche Dippen oder das Zitzentauchen von Einzeltieren bringt keinen Erfolg.

Konsequente ZitzendesinfektionEine Verhütung von Euterentzündungen hat nur Erfolg, wenn die Zitzendesinfektion konsequent durchgeführt wird.
  • Die Zitzen sind bei jeder Melkzeit sofort nach dem Abnehmen des Melkzeuges ("so lange sie schrumpfen") zu dippen.
  • Auch die Zitzen trockenstehender Kühe und hochtragender Kalbinnen sollten ab dem 7. Trächtigkeitsmonat einmal am Tag gedippt werden, denn ca. 70 % aller Neuinfektionen treten in der Trockenstehzeit auf.
  • Wenn die Milch gelegentlich vor dem Abkalben läuft, sollten die Zitzen mehrmals täglich gedippt werden. Den Standplatz unbedingt von Milchresten reinigen und desinfizieren!

*eingetragenes Warenzeichen