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Sarcoptes-Räude und ihre Bekämpfung

Sarcoptes-Milben sind Grabmilben, die schwerwiegende Hauterkrankungen verursachen. Die Übertragung erfolgt schon durch flüchtigen Kontakt von Tier zu Tier. Eine Ansteckung in Zwingern und Transportboxen, in denen vorher räudige Tiere waren, oder über Kämme und Bürsten ist ebenfalls möglich. Als klinische Symptome fallen besonders der plötzlich auftretende starke Juckreiz, blutig gekratzte Hautpartien am Unterbauch und häufig borkige Veränderungen an Ellbogen und Ohrrändern auf.

Bei engem Kontakt des Tierhalters mit einem an Sarcoptes-Räude erkrankten Hund können die Milben auch auf den Menschen übergehen. Sie können sich aber auf dem Menschen nicht vermehren. Die klinischen Symptome verschwinden meist rasch, wenn der Hund gegen die Räude behandelt worden ist. Die Diagnose erfolgt durch ein Hautgeschabsel (Abschaben eines kleinen Hautbezirks mit einem Skalpell und anschließende mikroskopische Untersuchung des Geschabsels) oder durch den Nachweis von Antikörpern im Blut.

Zur Behandlung der Räude gibt es in Deutschland nur ein staatlich zugelassenes Medikament. Es handelt sich um ein breitwirksames Spot-on-Präparat (vgl. auch Flöhe und ihre Bekämpfung), das zur Räudebehandlung 2 x im Abstand von vier Wochen verabreicht werden sollte.

Ihr Tierarzt berät Sie gerne bei Hautproblemen Ihres Tieres und informiert Sie über die system(at)ische Spot-on-Therapie bei Sarcoptesmilbenbefall.

Spot-On-BehandlungUnd so funktioniert's:

Einfach die Haare des Tieres scheiteln und das Mittel auf die Haut im Nackenbereich auftragen. Für die sanfte Verabreichung der system(at)ischen Behandlung ist keinerlei Schutzkleidung notwendig, und nach spätestens 30 Minuten ist der Wirkstoff eingezogen.