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Flöhe und ihre Bekämpfung

Flohbefall ist kein Zeichen mangelnder Hygiene und Sauberkeit. Vielmehr haben sich Entwicklungsbedingungen und Überlebenschancen des Katzen- und Hundeflohes erheblich verbessert. Unsere Haustiere leben heute in engem Kontakt mit der Familie. Teppichboden und beheizte Räume bieten optimale Vermehrungsbedingungen für Flohstadien.

Flöhe sind Blutsauger und schädigen Hunde und Katzen durch Blutentzug. Das schwerwiegendere Problem sind allerdings Flohbissallergien: Auf den Speichel, den die Flöhe beim Blutsaugen absondern, um die Blutgerinnung zu hemmen, reagieren viele Hunde allergisch, sie leiden unter starkem Juckreiz. Kratzen führt dann häufig zu hartnäckigen, eitrigen Hautentzündungen. Wie Sie Ihr Tier auf sanfte Art und Weise vor Flohbefall schützen und gezielt das Flohproblem lösen, erfahren Sie im folgenden Abschnitt.

Wissenswertes über Flöhe

Flöhe gehören zu den Insekten. Sie existieren in der bestehenden Form schon seit über 50 Millionen Jahren. Es gibt über 2000 Arten, die auf Vögeln und Säugetieren parasitieren. Bei Hund und Katze können mehrere Floharten vorkommen. Meistens handelt es sich aber um den Katzenfloh, Ctenocephalides felis.

Wie lebt ein Floh?

Der Entwicklungszyklus der Flöhe dauert unter günstigen Bedingungen ungefähr 21 bis 30 Tage. Nur der erwachsene Floh führt ein parasitäres Leben auf dem Tier. Die Eier, Larven und Puppen stellen eigentlich keine nennenswerte Belästigung dar, da sie nicht auf dem Tier, sondern in der Umgebung leben. Die Betrachtung der jugendlichen Entwicklung der Flöhe ist dennoch für eine erfolgreiche Flohkontrolle wichtig. Stellt doch die Anzahl der am Tier sichtbaren, erwachsenen Flöhe, mit ca. 5 % der Gesamtpopulation nur die "Spitze des Eisberges" dar. Bei normalen Umweltbedingungen im privaten Haushalt gilt nämlich, dass auf einen auf dem Tier befindlichen erwachsenen Floh ca. 100 Jugendstadien (Eier, Larven, Puppen) in der Umgebung entfallen. Sie sind überall dort verstreut, wo sich Ihr Tier gerne und häufig aufhält, im Körbchen, unter der Couch oder im Auto.

Grafik: Verteilung der Flohpopulation im Haushalt

Die Larven ernähren sich von dem getrockneten Kot der erwachsenen Flöhe, der zusammen mit den Floheiern ständig vom Tier in die Umgebung herabrieselt und aus unverdautem Blut besteht.

Zur Verpuppung spinnen die Larven einen Kokon. Durch seine klebrige Oberfläche haftet der Kokon fest an der Unterlage (häufig tief im Teppichboden) und ist selbst gegen kräftiges Saugen geschützt. Durch den anklebenden Umgebungsstaub wird er nahezu unsichtbar. Die Entwicklungszeit der Flöhe in den Puppen beträgt, abhängig von der Umgebungstemperatur, ca. 9 bis 19 Tage. Die schlupfbereiten, erwachsenen Flöhe können jedoch bis zum Auftreten von spezifischen Schlupfreizen (Druckreize, Veränderung des CO2-Gehalts) in ihrer Puppenhülle bis zu 140 Tage verharren!

Die Puppen sind wegen des sie umgebenden Kokons unempfindlich gegen klimatische Einflüsse und Insektizide. In Wohnräumen, die mit Insektiziden ausgesprüht worden sind, treten erwachsene Flöhe noch nach mehreren Wochen auf, und die Tiere können erneut befallen werden.

Das ist auch der Grund für das Phänomen, dass Tiere nach einem Aufenthalt in einer Tierpension zur Urlaubszeit vermeintlich mit Flöhen befallen nach Hause zurückkehren. Meist sind dies Flöhe, die in der eigenen Wohnung in den Puppen auf den Schlupf gewartet haben und nach der Rückkehr innerhalb von Minuten massenhaft ihre Puppenhüllen verlassen und Tiere und Menschen befallen.

FlohlarvenNach Befall des Tieres (oder des Menschen) beginnen Flöhe innerhalb von wenigen Minuten Blut zu trinken. Zwar hat ihr Magen nur ein Fassungsvermögen von 0,5 µl, jedoch wird in dieser Zeit die 10 bis 20fache Menge Blut aufgenommen. Der Überschuss wird nahezu unverdaut als Futter für die Larven ausgeschieden.

24 bis 48 Stunden nach der ersten Blutmahlzeit beginnen die Weibchen mit der Eiablage. Da die winzigen weißlichen Eier nicht klebrig sind, fallen sie relativ schnell aus dem Haarkleid des Tieres zu Boden. Ein Flohweibchen legt bis zu 50 Eier pro Tag. Die Eiproduktion wird bis zu 100 Tagen fortgesetzt, sodass ein Weibchen in seinem Leben auf ca. 1000 bis 2000 Eier kommt.

Wie werde ich Flöhe system(at)isch los?

Die besondere Lebensweise der Flöhe lässt bereits vermuten, dass eine alleinige Bekämpfung der erwachsenen Flöhe am Wirtstier selbst das Flohproblem nicht lösen wird. Die zahlreichen Jugendstadien halten sich in der Umgebung auf und befinden sich somit überhaupt nicht auf dem Tier. Ein erfolgreich entflohtes Tier wird häufig in kürzester Zeit wieder mit Flöhen infiziert sein, die aus der eigenen häuslichen Umgebung stammen.

Bei der völlig neuartigen, system(at)ischen Flohbekämpfung werden ohne zusätzliche Behandlung der Umgebung mit Insektengiften nicht nur die Flöhe auf dem Tier, sondern gleichzeitig auch Floheier und Flohlarven in der Umgebung beseitigt. Sie erhalten die neue, system(at)ische Flohbekämpfung bei Ihrem Tierarzt, der Sie gerne zur system(at)ischen Flohbekämpfung individuell berät.

Und so funktioniert's:

Spot-On-BehandlungEinfach die Haare des Tieres scheiteln und das Flohmittel auf die Haut im Nackenbereich auftragen. Für die sanfte Verabreichung der system(at)ischen Flohbekämpfung ist keinerlei Schutzkleidung notwendig, und nach spätestens 30 Minuten ist der Wirkstoff eingezogen.

Eine Dia-Show im PDF-Format (3,3 MB, Software Acrobat Reader erforderlich) steht Ihnen hier zur Verfügung:

PDF nicht barrierefreiPDF 'Dia-Show zur system(at)ischen Flohbekämpfung' (3.29 MB)